Was ist der Grund für die Angriffe gegen Heinz Grill?

Angriffe entbehren sachlicher Argumente und sind gegen die Person gerichtet

Es ist immer wieder auffällig, dass bestimmte Menschen auf schärfste Weise angegriffen werden. Derlei Angriffe finden häufig statt, wenn Besitzansprüche, Alleinansprüche auf Wahrheit und Recht seitens herrschender Personen oder Institutionen und Systeme kritisch betrachtet und in Frage gestellt werden und diese ihre Vorherrschaft bedroht sehen. Mit der Bezeichnung „Angriffe“ ist nicht sachlich oder fachlich begründete Kritik gemeint. Vielmehr ist gerade der Mangel an sachlich nachvollziehbaren Argumenten charakteristisch für solche Angriffe. Stattdessen sind die Angriffe geprägt von diskreditierenden Verleumdungen und Diffamierungen gegenüber der Person wie beispielsweise „Verschwörungstheoretiker“, „rechter Esoteriker“, „Diktator“, „Populist“, „Sektenführer“ usw.

Churchills Angriff gegen Gandhi

Ein interessantes Beispiel, das geschichtlich schon einige Zeit zurück liegt, ist mit dem weltweit bekannten indischen Freiheitskämpfer und Rechtsanwalt Gandhi gegeben, der sich über viele Jahre mit Leib und Leben für die Unabhängigkeit Indiens von der englischen Kolonialmacht einsetzte. Der damalige englische Premierminister Churchill bezeichnete Gandhi als „eine durch und durch böse Macht“. Warum griff Churchill den indischen Freiheitskämpfer derart an? Mit einigen geschichtlichen Nachforschungen wird dies leicht verständlich. Mit dem jahrelangen Kampf um die Unabhängigkeit Indiens, der durch den unermüdlichen Einsatz Gandhis maßgeblich auf gewaltfreier Basis geführt wurde, war die Gewalt, die durch das englische Imperium zur Unterdrückung der Freiheitsbestrebungen auf das indische Volk ausgeübt wurde, immer offensichtlicher geworden und schließlich schmolz die Unterstützung für die Fortführung der kolonialen Besetzung von Seiten der anderen westlichen Länder und auch von den Engländern selbst immer mehr dahin. Churchill jedoch war ein erklärter Imperialist und wollte um keinen Preis die Macht, die England mit der Kolonialisierung Indiens besaß, aufgeben. Sachliche Argumente konnte er keine vorbringen, so griff er zur pauschalen Diffamierung Gandhis. Deutlich wird hier auch, dass Churchill seinen eigenen absoluten Machtanspruch auf Gandhi projizierte, welcher lediglich um das Recht auf Souveränität kämpfte.

Welche Wirkung hat Heinz Grill auf das Sozialleben?

Auch Heinz Grill wird immer wieder angegriffen und als gefährlich für das Sozialleben dargestellt. Es stellt sich deshalb die Frage, welche Wirkung Heinz Grill tatsächlich auf das Sozialleben hat: Hat er eine negative oder eine positive Wirkung? Eines ist jedenfalls sicher: seine Wirkung auf das Sozialleben ist durchschlagend. Es gibt Fälle, in denen ganze Familienverbände auf die Barrikaden gehen, wenn Heinz Grill ins Spiel kommt.

Die Ausstrahlung einer unmittelbaren und authentischen Unabhängigkeit bei Heinz Grill

Bei einer genaueren Betrachtung seiner Biografie1 wird deutlich ersichtlich, dass Heinz Grill unmittelbar und authentisch eine Unabhängigkeit ausdrückt. Dies zeigte sich bereits in seiner Jugend. Beispielsweise bewegte er sich in der Ausübung der Kletterei völlig unabhängig von dem damalig herrschenden Sicherheitsdenken und den übermittelten Traditionen. Er kletterte den damals schwierigsten 6. Grad seilfrei und mit Turnschuhen (wie aus seiner Autobiographie hervorgeht nicht um der Provokation Willen, sondern den Umständen geschuldet), während Kletterer gewöhnlich schweres Schuhwerk trugen und nur mit Seil die Wände bestiegen. Dies brachte ihm einerseits größte Bewunderung, doch gleichzeitig auch heftigste Anschuldigungen ein. Schließlich wurde Heinz Grill sogar aus dem Alpenverein ausgeschlossen. Heute gibt es noch viel schwierigere als den 6. Grad und auch das seilfreie Klettern ist keine große Besonderheit mehr. So ist dasjenige, was Heinz Grill damals vehemente Angriffe bescherte, heute weitverbreitet und vielfach akzeptiert.

Unabhängigkeit besitzt Heinz Grill nicht nur auf dem Gebiet des Kletterns, sondern sie zeigt sich in allen Bereichen seines Lebens. Sie drückt sich nicht nur in seinen Worten aus, sondern er setzt sie bis in seinen Willen und in seine Handlungen hinein um. So hat Heinz Grill vor etwa 30 Jahren unabhängig von einem traditionellen Yoga einen ganz neuen Yogaweg begründet. Die Basis hierfür war seine sorgfältige und die seelisch-geistige Dimension des Menschen zugrunde legende Wahrnehmung zu den heutigen Zeitverhältnissen und -bedingungen und welche Schritte in der Entwicklung für den westlichen Menschen deshalb notwendig erscheinen. Insbesondere hat dieser neue Yogaweg, der von Heinz Grill als „Neuer Yogawille“ oder „Neue Yogaempfindung“ bezeichnet wird, die individuelle, eigenständige Entwicklung des Individuums und seiner Fähigkeiten zum Ziel und weist Gruppensysteme als für die Entwicklung der Individualität und damit auch einer Unabhängigkeit als ungeeignet und blockierend zurück. Aus diesem Grund lässt sich auch Heinz Grill selbst in kein wie auch immer geartetes System oder Gruppenstruktur hineinpressen und hat sich deshalb wiederholt von langjährigen Schülern verabschiedet, sobald diese, ihren familiären und gesellschaftlichen Vorprägungen folgend, einen solchen Weg einschlugen.

Eine Fähigkeit, die bis in den Willen hinein verwirklicht ist, bleibt nun aber nicht nur bei demjenigen Menschen selbst, sondern hat eine intensive Ausstrahlung nach außen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand einmal nur einige Informationen über Unabhängigkeit gibt oder ob er selbst diese Kraft in der Seele bis in eine authentische Erfahrung hinein entwickelt hat. Um einmal in einem Vergleich zu sprechen: jemand, der einen Berg selbst bestiegen hat, kennt den Weg und seine möglichen Gefahren aus eigener Erfahrung und kann diese auch differenziert beschreiben, wohingegen jemand, der nur eine Wegbeschreibung zu diesem Berg gelesen hat und selbst nie auf den Berg gestiegen ist, lediglich das Gelesene im Sinne von einigen Informationen weitergeben kann. Begegnet man Heinz Grill, so erlebt man die von ihm unmittelbar ausstrahlende Unabhängigkeit, sei es auf bewusstere Weise oder auf unbewusste Weise, in der Seele und die direkte Folge ist, dass man damit seine eigenen Bindungen nicht mehr aufrecht erhalten kann.

Was ist eine Bindung?

Das Wesen einer Bindung kann mit dem folgenden Beispiel einmal aufgezeigt werden. Eine Bindung liegt beispielsweise in einer Erwartung der Eltern, dass ihre schon erwachsenen Kinder jeden Sonntag mit ihrer Familie zu Kaffee und Kuchen kommen, damit ihr Haus nicht so leer und ohne Leben ist. Die erwachsenen Kinder spüren dies häufig in Form eines schlechten Gewissens, sobald sie einmal etwas anderes planen.

Was liegt hier zugrunde? Die Eltern haben selbst offensichtlich nicht ausreichend Lebensinhalte oder Lebensziele entwickelt. Die damit vorhandene Lücke oder Leere soll nun ersatzweise von den erwachsenen Kindern gefüllt werden. Daraus entsteht die Erwartung an die erwachsenen Kinder, die eine gewisse Druckbelastung verursacht. Auf der energetischen Ebene bewirkt dies eine Verschiebung, denn die Eltern leisten eine ihnen angemessene Aktivität zu wenig und die erwachsenen Kinder sollen dieses Defizit ausgleichen. Es fließt mit dieser Kompensation der fehlenden Eigenaktivität der Eltern zu diesen Energie hin, die bei den erwachsenen Kindern wiederum fehlt. So können die erwachsenen Kinder möglicherweise manche Ziele gar nicht mehr oder nur unter erhöhten Belastungen im Leben umsetzen. Die Eltern hingegen sehen aufgrund des Energiegewinns keine Veranlassung, in ihrem Leben selbst aktiver zu werden. Genauso gibt es den umgekehrten Fall, dass die Bindung von Seiten der erwachsenen Kinder zu den Eltern aufrecht erhalten wird, weil sie ebenfalls damit eine mangelnde Eigenaktivität im Leben gut kompensieren können.

Bindungen führen zu Energieverschiebungen und fördern die Degeneration

In allen verschiedenen Formen von Bindungen fließen Energien nicht dahin, wo sie idealerweise hinfließen sollten, sondern sie gehen an ungeeigneten Stellen verloren und erhalten damit möglicherweise einen Status Quo aufrecht, der sogar unvorhersehbare schädigende Wirkungen gegenüber Dritten bewirken kann. Aufgrund der entstehenden energetischen Verschiebungen können die Fähigkeiten und Kapazitäten des Einzelnen nicht in dem Maße, oder in schwerwiegenden Fällen auch gar nicht, im Leben zum Einsatz kommen, wie es günstig wäre. Innerhalb der Bindung geht daher ein wichtiges Potenzial des Menschen verloren und es entstehen gleichzeitig Abhängigkeiten. Solch bindende Strukturen in Familien können, wenn sie über mehrere Generationen aufrecht erhalten werden, zu einer zunehmenden Degeneration der Fähigkeiten des Einzelnen, sowie auch der sozialen Verhältnisse führen.

Die Angriffe gegen Heinz Grill sind ein Kampf der Abhängigkeit gegen die Unabhängigkeit

Gegner von Heinz Grill zeigen mit ihren Angriffen nichts anderes als ihr eigenes Bindungspotenzial. Es ist im Sozialleben recht weit verbreitet, dass es Streitigkeiten und Entzweiungen in Beziehungen und innerhalb der Verwandtschaft gibt. Ganz häufig ist dies der Fall, sobald jemand gewisse Grenzen innerhalb der Bindungen überschreitet. Die Bindung charakterisiert sich nämlich dadurch, dass sie fortbestehen will. Wenn eine Person sich aus der Bindung befreit und ein selbstbestimmteres, eigenaktiveres Leben mit weiter gefassten Zielen und möglicherweise sogar Idealen zu führen beginnt, so ist das Fortbestehen der Bindung insgesamt bedroht. Deshalb reagieren andere Personen innerhalb der Familie oder auch des Freundes- oder Kollegenkreises, bei denen Bindungen stärker vorliegen, mit nahezu automatischen Gegenreaktionen, die sich bis zu heftigsten Aggressionen und Angriffen steigern können, wenn nun eine Person innerhalb des Bindungssystems eine größere Unabhängigkeit entfaltet. Hängt aber die Entwicklung dieser größeren Unabhängigkeit damit zusammen, dass diese Person Heinz Grill kennt, richten sich die Aggressionen und Angriffe direkt gegen Heinz Grill, dem nun die Schuld an Allem gegeben wird. Man kann durchaus sagen, dass mit den Angriffen gegen Heinz Grill die Abhängigkeit gegen die Unabhängigkeit kämpft.

Die Institution der Kirche ist der größte Faktor für Bindungen und Abhängigkeit

Dass Heinz Grill die Schuld für diese Beziehungsschwierigkeiten zugeschoben wird, ist nur möglich, weil im Hintergrund die Institution der Kirche mit ihren Sektenreferenten steht. Dabei ist die Kirche selbst, sowohl die katholische wie auch die evangelische, der größte Faktor für ein Leben mit Bindungen. Wie ist das zu erklären? Ich möchte hier nur eine wesentliche Tatsache anführen: die Kirche verlangt zum Beispiel mit der bis heute gültigen Dogmenlehre, dass der Gläubige sich mit seinem Glauben voll und ganz den geltenden Dogmen unterwirft und es ist ihm nach offizieller Lehrmeinung nicht erlaubt, selbst eine Erkenntnis über einen religiösen oder spirituellen Zusammenhang zu entwickeln. Die Menschen werden damit in eine Abhängigkeit geführt. Hält sich jemand nicht daran, so ist er nach geltendem Dogma aus der Gemeinschaft der Gläubigen zu exkommunizieren, d.h. auszuschließen. Diese Praxis führte dazu, dass über Jahrhunderte unzählige Menschen, die eigenständig ihren Glauben weiterentwickeln wollten, als Ketzer ausgeschlossen, verfolgt und sogar umgebracht wurden. Heute wird man zwar nicht mehr als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber man wird gewissermaßen gesellschaftlich „verbrannt“, indem man als abhängiges Sektenmitglied oder gar als gefährlicher Sektenführer diffamiert wird.

Die Kirche projiziert die eigenen Missstände auf das gegenbildliche Ideal

Es ist ja mittlerweile weithin bekannt, wie sehr Heinz Grill von der Kirche bekämpft und verfolgt wird. Und es ist schon sehr eigentümlich, wenn diejenigen Institutionen, die selbst am allermeisten eine Abhängigkeit fördern, gerade einen Menschen wie Heinz Grill, der eine größtmögliche Unabhängigkeit in seinem Leben verwirklicht hat und diese damit unmittelbar bei anderen Menschen fördert, als einen Sektenführer diskreditieren. Dass es sich hier um nichts anderes als eine Projektion handelt, ist mehr als offensichtlich. Die eigenen Missstände auf genau denjenigen zu projizieren, der diese Missstände mit dem gegenbildlichen Ideal empfindlich berührt bzw. auch nur in die Nähe eines Bewusstseins rückt, ist ein wesentlicher Charakterzug von Bindungen.

Der Philosoph Friedrich Nietzsche beleuchtet in dem folgenden Zitat sehr treffend diesen Kampf, den die Bindung bzw. die Abhängigkeit gegen die Unabhängigkeit führt: „Gegen einen unabhängigen Menschen, welcher es verschmäht, Leithammel zu sein, nährt der moralische Mensch einen Verdacht, als ob er ein schweifendes Raubtier sei.“2 So ist es nicht verwunderlich, dass gerade Heinz Grill, der entschieden jegliche Führerposition und Gruppenbildung ablehnt, immer wieder Zielperson von heftigsten Angriffen ist.

Unabhängigkeit fördert das Sozialleben zu freiheitlicheren, konstruktiveren, produktiveren Beziehungsverhältnissen

Unabhängigkeit ist jedenfalls eine wesentliche Grundlage für die Entfaltung und Entwicklung der Individualität des Menschen und seiner Kapazitäten. Es ist sicher günstig, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass immer dort, wo die Unabhängigkeit durch einen Menschen zum Tragen kommt, die Abhängigkeit oder Bindung auf den Plan tritt, um ihren angestammten Platz mit allen Mitteln zu verteidigen. Die Bindung ist das größte Hindernis dafür, dass bestehende Strukturen aufgelöst und in freiheitlichere, konstruktivere und produktivere Beziehungsverhältnisse verwandelt werden. In diesem Sinne ist Heinz Grill ein Pionier und fördert mit seinem stark ausgeprägten Willen zur Unabhängigkeit andere Menschen in ihrer Unabhängigkeit, womit günstige Voraussetzungen für bessere soziale Verhältnisse entstehen.

Kommentare: siehe unten (evtl. auf Kommentar klicken)


1Vgl. Grill, Heinz: Lebensgang und Lebensauftrag für Religion und Kirche. Eine autobiographische Skizze.

2Nietzsche, Friedrich: Nachgelassene Fragmente. Sommer – Herbst 1882.

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Ein Kommentar zu Was ist der Grund für die Angriffe gegen Heinz Grill?

  1. equilibrius sagt:

    Es ist leider immer noch das alte Lied, das hier gespielt wird – heute jedoch umso fataler, da uns das Wasser bereits bis zum Hals reicht.:

    >>… Pythagoras ereilte damit dasjenige Schicksal, das auch Platon in seinem Höhlengleichnis als Gefahr für alle diejenigen schildert, die den Höhenweg zu den sonnenhaften Urbildern gegangen sind und nun ihren in der Höhle gefangenen Mitmenschen von den geistigen Realitätsebenen berichten wollen. Dazu Sokrates in Platons Dialog:
    „Und wenn er sich unterstände, sie zu entfesseln und hinauszuführen, – würden sie ihn nicht ermorden, wenn sie ihn in die Hände bekommen und ermorden könnten?“
    „Ja, gewiss“, antwortete er.

    Kompasse, Karten und Wegweiser werden auf diese Weise vernichtet und stehen der Menschheit nicht mehr, oder zumindest nicht mehr im notwendigen Maße, zur Verfügung (>>siehe „Katharerkriege 2.0 – Der Kampf gegen den Geist“)…<<

    http://politeia.press/wp/sonnenlaeufer-in-platons-schattenhoehle/

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