Lüge und Diffamierung und ihre Wirkung auf das Beziehungsleben am Beispiel des SZ-Artikels „Der Guru“

Der am 13./14.04.2019 in der SZ erschienene Zeitungsartikel ist in seiner Darstellung komplett einseitig, beruht fast ausschließlich auf Falschangaben1 und hat offensichtlich als einziges Ziel, den guten Ruf von Heinz Grill und den von ihm entwickelten Yogaweg zu vernichten. Er liest sich wie eine Sammlung aller erdenklichen Klischees zur Errichtung eines perfekten Sektenbildes, wird raffiniert wie eine Science Fiction Kurzgeschichte serviert und mit comichaften Bildern garniert, um den Lesern auf der einen Seite Entertainment zu bieten, aber in erster Linie um auf suggestive Weise ein Klima der Angst zu erzeugen: die Angst vor einem Abgleiten in die Fänge einer „gefährlichen Sekte“! Der ganze Artikel basiert auf den von Christine Bornschein erhobenen, und von deren Rechtsnachfolgern weitergeführten, falschen und verleumderischen Beschuldigungen einer sie verfolgenden Sekte.

Es ist mit dieser Veröffentlichung nicht nur ein Verlust der ethischen Werte des Journalismus – Streben nach Wahrheit, eine möglichst objektive Darstellung und die Wahrung der Würde des Menschen – gegeben, sondern auch eine weitreichende Störung des Beziehungslebens verbunden, die aber nicht sogleich offensichtlich bemerkt wird. Mit Lügen, Verleumdungen, Herabminderung und Diffamierung wird das Beziehungsleben zwischen Menschen auf erhebliche Weise gestört. Noch schwerwiegender sind diese Auswirkungen, wenn damit, wie im vorliegenden Fall, die Ebene von Religion und Spiritualität berührt wird. Die religiöse oder spirituelle Orientierung oder allgemein gesprochen die Weltanschauung eines Menschen ist ein wesentlicher Teil seiner Persönlichkeit. Sie ist ein Teil der Würde des Menschen, weshalb die Glaubens- und Weltanschauungsfreiheit in Art. 4 GG grundrechtlich geschützt ist. Der Zeitungsartikel in der SZ wirkt deshalb auf erhebliche Weise und in vielerlei Hinsicht zutiefst entwürdigend und beziehungszersetzend und -zerstörend.

Ein gesundes Beziehungsleben kennzeichnet sich durch ein freudiges, wertschätzendes, freilassendes und aufbauendes Miteinander von Menschen mit einer Kultur von konstruktiver, entwicklungsfördernder Kritikfähigkeit. Eine Beziehungskultur, in der Kritik nicht auf unsachliche Weise zur Diffamierung der Person, sondern im Sinne einer Förderung von Lernschritten auf eine Sache bezogen eingesetzt wird. Heinz Grill besitzt eine erstaunliche Fähigkeit und eine überragende Fachkunde, um diese Beziehungsfähigkeit und -möglichkeiten des Einzelnen zu fördern. Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. In der von Heinz Grill geschaffenen Literatur sind viele wertvolle Anregungen zu einem gesunden, aufbauenden Beziehungsleben enthalten, beispielsweise in dem Buch „Übungen für die Seele“ oder in dem Buch „Das Wesensgeheimnis der Seele“, wo sich jeder selbst einen Eindruck verschaffen kann.

Bei der Ärztin Christine Bornschein herrschte jedenfalls das völlig gegenteilige Prinzip der Beziehungszersetzung. In der Yogalehrerausbildung, die ich bei ihr absolvierte, trat Christine Bornschein als unkritisierbare spirituelle Meisterin auf und minderte Ausbildungsteilnehmer wie auch nicht anwesende Dritte – insbesondere wenn sie gewagt hatten, Kritik ihr gegenüber zu äußern – mit diffamierenden Beleidigungen, Lügen, Verleumdungen und Schweigepflichtverletzungen herab. Es herrschte ein ständiges Klima der Angst und man fragte sich, wer wohl der Nächste sein würde. Auf dieser Basis waren die Beziehungsverhältnisse dermaßen gestört, dass man kaum mehr normal miteinander umgehen konnte und jeder sich mehr oder weniger innerlich zurückzog. Dabei trat Christine Bornschein im Namen von Heinz Grill auf und schädigte mit dieser Verantwortungsabgabe an ihn und mit ihrem destruktiven Verhalten seinen Ruf. Sie benutzte den Namen und das Werk von Heinz Grill zur Werbung, gleichzeitig schürte sie eine versteckte Angst vor der Person von Heinz Grill, indem sie verschiedenste verleumderische Behauptungen über ihn verbreitete. Unter dem Deckmäntelchen der kompetenten, mütterlich besorgten, nahezu selbstlosen Ärztin, die es nur gut mit jedem meinte, und in Verbindung mit dem Namensmissbrauch gelang es ihr bis vor wenigen Jahren die Teilnehmer über die wirklichen Verhältnisse hinwegzutäuschen. Die damit verursachten schwerwiegenden Schädigungen sind bis heute nicht behoben.

Mit dem Bekanntwerden zahlreicher Arztrechtsverletzungen durch ihre Tochter kam das wahre Gesicht der Ärztin Bornschein zum Vorschein. Sie erhielt nun juristische Klagen von vielen Patienten und Heinz Grill klagte wegen Namensmissbrauch mit dem Ergebnis, dass sie seinen Namen für die Zukunft nicht mehr verwenden durfte. Wider besseres Wissen begann sie – nun konnte sie seinen Namen ja nicht mehr als Werbung für sich verwenden – sich als Aussteigerin zu bezeichnen, Heinz Grill als Sektenführer zu verunglimpfen und ihm ihre Patienten und Schüler als Anhänger zuzurechnen, die angeblich von ihm aufgehetzt worden seien, sie mit unberechtigten Klagen zu verfolgen. Dies steht im offenen Widerspruch dazu, dass die Ärztin Bornschein einige Male rechtskräftig wegen Arztverfehlungen und Kassenbetrug verurteilt wurde, die Klagen also sehr wohl berechtigt waren, und dass es sich um ihre Patienten und Schüler aus ihrer Arztpraxis und ihrem spirituellen Zentrum handelte und dass man bei Heinz Grill weder einsteigen, noch aussteigen kann, da er keine Schule oder Organisation führt, sondern lediglich als Referent und Buchautor tätig ist. Die rufschädigenden und irrwitzigen Anschuldigungen, die in dem SZ-Artikel zu lesen sind, sind die Fortsetzung dessen, was Christine Bornschein und nach ihrem Tod ihre Rechtsnachfolger seit vielen Jahren (auch in gegen sie laufenden Gerichtsverfahren) verbreiten.

Die Wirkung dieses auf unwahren Angaben beruhenden, verleumderischen, Ängste schürenden Artikels ist jedenfalls die gleiche, wie ich sie aus der Zeit der Yogalehrerausbildung kenne. Eigentlich will man mit so etwas nichts zu tun haben und so erfolgt unweigerlich ein Rückzug. Dies vollzieht sich mehr innerlich und damit meist unbemerkt, man legt sich eine „dicke Haut“ zu, wie man so schön sagt, oder modern gesprochen, man wird „cool“. Das Beziehungsleben wird damit jedenfalls auf ungesehene Weise reduziert mit dem Ergebnis, dass der Einzelne ein Stück weit vereinsamt. Dies ist umso tragischer, da heute viele Menschen ohnehin schon unter einem Mangel an Beziehung leiden. Es ist deshalb wesentlich, sich bewusst zu machen, dass ein Rückzug nicht zur Klärung der tatsächlichen Verhältnisse beitragen kann, sondern dass es eine wirkliche gedankliche Auseinandersetzung mit der Sache benötigt, um eine Klärung herbeizuführen und dass damit auch die Beziehungsverhältnisse (wieder) in einen besseren Aufbau finden.

Nun richten sich die Verleumdungen und Diffamierungen gegen Heinz Grill und verunglimpfen ihn als angeblich Morde beauftragenden „Guru“. So wie hier der Begriff des Guru verwendet wird, wird das Bild eines Menschen gezeichnet, der Macht über andere ausübt, nicht kritisierbar ist, sich verehren lässt, seine Schüler mit Erleuchtungsversprechen täuscht und abhängig macht, bis sie alles tun, was er von ihnen verlangt. Ein solch guruartiges Verhalten kenne ich, wie ich oben bereits in Zusammenhang mit der Yogalehrerausbildung kurz erwähnt habe, von der Ärztin Christine Bornschein selbst und dieses wird hier mit den damit einhergehenden beziehungszerstörenden Wirkungen auf Heinz Grill projiziert, also gerade auf einen Menschen, der im besten Sinne ein individuelles, freiheitliches und aufbauendes Beziehungsleben fördert und jegliches Gurutum sowie autoritative Gruppenstrukturen als kontraproduktiv für einen lern- und entwicklungsfreudigen Beziehungsaufbau entschieden zurückweist. Absurder könnten die Verdrehungen nicht mehr sein!

Mit diesen Verleumdungen, die nicht auf sachlicher, fachlicher Kritik beruhen, sondern die Person auf gemeine Weise herabmindern und entwürdigen, wird auf gezielte Weise eine diffuse Angst vor Heinz Grill geschürt und gleichzeitig wird jeder, der eine Wertschätzung für Heinz Grill und sein Werk hat, damit ebenfalls beleidigt. Dies ist eine heute leider weit verbreitete Vorgehensweise: Gibt es keine sachlichen, fachlichen Argumente, so greift man zu Diffamierung und Herabwürdigung der Person, um seine Ziele durchzusetzen und Menschen, die eine andere Meinung als die erwünschte vertreten, mit diesem Rufmord aus der gesellschaftlichen Diskussion und Gunst zu eliminieren. Es ist tragisch, welch unfassbare Umkehrung hiermit stattfindet und wie damit Beziehungslosigkeit und Beziehungsängste weiter voranschreiten. Indem der Einzelne solch eine beziehungszersetzende Verkehrung meist nicht bewusst bemerkt, beginnt er nämlich aufgrund des damit verbundenen Rückzugs, der immer auch mit einer den Menschen schwächenden Wirkung verbunden ist, gerade auf eine beziehungsfreudige, freiheitliche und aufbauende Atmosphäre zunehmend mit Überforderung und Abwehr zu reagieren.

Hier scheinen sich die Ziele von Christine Bornschein und deren Rechtsnachfolgern, der Kirchen mit ihren Sektenreferenten und gewisser Strömungen innerhalb der Medien und staatlichen Organe bestens zu ergänzen, denn beziehungslose, in Angst auf sich selbst zurückgeworfene Menschen sind leichter durch Lügen und Suggestionen manipulierbar, leichter angreifbar und lassen auch leichter Formen der Machtausübung über sich gewähren. Die bewusste, gedankliche Auseinandersetzung2 mit einer Sache wie mit diesem Artikel hier, beispielsweise anhand der Fragestellung „Worum handelt es sich tatsächlich? Was sind die Tatsachen?“ ist jedenfalls ein wirkungsvolles Gegenmittel zu Rückzug, Angst, Beziehungslosigkeit und fördert im besten Sinne die Fähigkeit des Einzelnen, sich mit dem Leben und den Mitmenschen auf aufbauende Weise in Beziehung zu bringen.

1 Ausführliche Ausarbeitungen zu den Fakten und Tatsachen sind hier zu finden: Interview „Mordbeschuldigungen im Fall Bornschein“, ein Interview mit Heinz Grill, wo er sich selbst dazu äußert, Artikel „Rufmord in der Süddeutschen Zeitung?, Artikel „Beschuldigungen gegen Heinz Grill in der Süddeutschen Zeitung?“


2 Ein sehr anregendes Beispiel, wie man ganz konkret an eine gedankliche Auseinandersetzung herangehen kann, findet sich anhand dieses Zeitungsartikels in dem Artikel „Methoden der Suggestion und Manipulation“

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Rufmord in der Süddeutschen Zeitung?

Qualitäts-Journalismus adé?

In der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 13./14.4.2019 erschien ein Artikel mit dem reißerischen Titel auf Seite eins: „ANGST UND YOGA Seit Jahren führt eine fanatische Yoga-Gruppe Justiz und Polizei vor > Buch Zwei“. Der eigentliche Artikel ist dann mit dem Titel „Der Guru“ überschrieben. Jegliche journalistische Standards werden darin von den beiden Verfassern, den Journalisten Julius Heinrichs und Ralf Wiegand, mit Füßen getreten. Es wurde weder ordentlich recherchiert, noch erfolgt eine wahrheitsgemäße Darstellung, was grundlegend für einen qualitativ hochwertigen Journalismus wäre. Der ganze Artikel strotzt nur so von falschen Tatsachenangaben, stellt falsche Zusammenhänge her und wimmelt von Mutmaßungen und Anschuldigungen ohne Tatsachengrundlage. Darüber hinaus bedienen sich die beiden Autoren sozusagen als Umrahmung des gesamten Artikels sämtlicher Sektenklischees, wohl um beim Leser emotional Stimmung zu machen. Das Ganze ist mit zahlreichen Zeichnungen von Peter M. Hoffmann in einem düsteren comicartigen Stil garniert, unter anderem mit einer Waschmaschine, in der man einige Gehirne liegen sieht. Das soll wohl eine bildliche Darstellung für Gehirnwäsche sein.

Zielobjekt dieses rufschädigenden Machwerkes ist der Buchautor, Referent, Begründer eines Yogaweges, Heilpraktiker und Kletterer Heinz Grill. Sogar die Darstellung seiner beruflichen Tätigkeit in dem Artikel ist schlichtweg falsch: Heinz Grill ist weder Bergführer, noch autodidaktischer Heiler, noch Anthroposoph und bezeichnet sich auch selbst nicht so. Das Motiv dieser falschen Darstellung ist meines Erachtens ziemlich offensichtlich: mit „autodidaktischer Heiler“ beispielsweise soll der Eindruck von Scharlatanerie erweckt werden. Dies wird an anderer Stelle in dem Artikel dann fortgeführt, indem die Autoren die verleumderische Behauptung aufstellen, Heinz Grill würde den Übungen geradezu magische Kräfte sogar bei Krebserkrankungen zusprechen. Das Ganze ergänzen sie mit einem aus dem Gesamtzusammenhang gerissenen Zitat bezüglich Krebserkrankung und OP aus einem Buch von Heinz Grill, so dass der falsche Eindruck von grober Fahrlässigkeit entsteht.

Den Hauptanteil des Artikels stellt der Versuch dar, den lange bestehenden Familienkonflikt in der Familie Bornschein, der schließlich mit dem Tod von Christine und Wilhelm Bornschein eskalierte, in einen Zusammenhang zu Heinz Grill zu bringen. Über die Zurechnung des tatverdächtigen Schwiegersohnes Klaus O. als Anhänger, d.h. als Sektenmitlied, zu Heinz Grill soll der Tod der Eltern Bornschein, bei dem es sich vermutlich um Suizid handelte, letzterem als Mord zugeschoben werden.

An mehreren Stellen sprechen die Autoren von Mord oder vom mutmaßlichen Mörder, obwohl die Anklageschrift gegen Klaus O. nicht auf Mord, sondern auf Totschlag lautete. Es gehört zum Einmaleins eines jeden Journalisten, solche Begriffe sehr genau zu unterscheiden. Die ganze Sektenstory wäre jedoch ohne Mord nur noch halb so interessant und würde auch nicht mehr so schön aufgehen. So bietet es sich offensichtlich für die Autoren an, es nicht so genau mit den Fakten zu nehmen. Heinz Grill war jedenfalls nicht Beschuldigter in dem Ermittlungsverfahren, sondern lediglich Zeuge.

Es gibt auch ein sehr aufschlussreiches youtoube-Video mit einem Interview von Marika Mandala mit Heinz Grill, wo er sich zu dem Artikel der Süddeutschen Zeitung und den zugrundeliegenden Sachverhalten selbst äußert. Dieses Interview ist zu finden unter „Mordbeschuldigungen im Fall Bornschein“. Die journalistische Qualität des Interviews ist meines Erachtens sehr hochwertig, obwohl die Interviewerin nicht einmal Journalistin ist. Hingegen widerspricht es einfach einem journalistischen Ehrgefühl und auch einem grundlegenden menschlichen Ehrgefühl, einen Artikel über einen Menschen zu verfassen, ohne diesen Menschen auf angemessene Weise in die Recherchearbeit einzubeziehen. Heinz Grill äußert sich diesbezüglich auch in dem Interview.

Die informationellen Grundlagen dieses Artikels stufe ich als äußerst einseitig und daher sehr mangelhaft ein: Die Seite von Heinz Grill wurde in den Recherchen nicht beachtet und von polizeilichen Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaft haben die Autoren, wie sie selbst angeben, keine Auskünfte erhalten. Als Quelle für Informationen bleiben somit nur noch Mitglieder der Familie Bornschein oder deren Anwälte übrig. So ist es auch keine große Überraschung, dass der gesamte Artikel maßstabsgetreu das Bild des Sektenvorwurfes wiedergibt, mit dem die Ärztin Christine Bornschein vor einigen Jahren ehemalige Patienten und Schüler zu beschuldigen und zu verfolgen begann, als diese sich nach vergeblichen Versuchen der Klärung bezüglich der von ihr begangenen Arztrechtsverletzungen gezwungen sahen, auf juristischem Wege zu ihrem Recht zu kommen. Diese von Christine Bornschein wider besseren Wissens getätigte Sektenbeschuldigung ohne jegliche Tatsachengrundlage ist mit ihrer suggestiven und manipulierenden Wirkung bis heute wirksam. Sie wird von den Erben Bornschein nicht nur weitergeführt, sondern von diesen bis zum mehr oder weniger direkt ausgesprochenen Mordvorwurf hochstilisiert, obwohl auch ihnen bekannt ist, dass es sich bei der Sektenbeschuldigung um eine Lüge handelt. Der im Artikel benannte ideologische Kampf und der damit verbundene Missbrauch der Justiz liegt nicht, wie behauptet, bei den ehemaligen Patienten und Schülern, die geklagt haben, sondern tatsächlich auf Seiten von Bornschein. Die geschädigten Patienten und Schüler wurden mit den von Christine Bornschein absichtlich provozierten Klagen, die sie dann weiter zur religiösen Verfolgung nutzte, gegen ihren Willen in diesen hineingezwungen (Genaueres zum Justizmissbrauch durch Christine Bornschein ist hier zu finden).

An zwei Beispielen möchte ich aufzeigen, wie in dem Artikel aus einem Mix von Falschangaben, Weglassen von wesentlichen Tatsachen, Mutmaßungen und Sektenklischees nicht vorhandene Zusammenhänge einer Sekte konstruiert werden:

Die Verfasser führen eine Polizeikontrolle von Klaus O. und drei Freunden vom 5. Februar 2014 an. Dass es sich bei der von den 4 Freunden geplanten Sache um eine Aktion in Zusammenhang mit einem Konflikt in der Familie Bornschein handelte, wie aus dem Polizeiprotokoll vom 7.2.2014 direkt hervorgeht, verschweigen sie. Stattdessen erfolgt die obligatorische Zuordnung zum angeblichen Grill-Umfeld. Die Autoren geben wahrheitswidrig an, dass die Polizeikontrolle vor der Villa der Eltern Bornschein stattfand (das unterstreicht die große Gefahr, die angeblich vorlag), tatsächlich war dies aber in etwa 5 km Entfernung. So wie die Polizeikontrolle im Artikel dargestellt und in Zusammenhang gebracht wird, ist es für den Leser, der ja in der Regel die tatsächlichen Fakten nicht kennt, schon fast nicht mehr überraschend, dass es, wie die Verfasser schreiben, 7 Monate später zu dem mutmaßlichen „Mord“ durch Klaus O. kam. Nur handelt es sich hier wieder um eine Falschangabe: tatsächlich verstarben die Eltern Bornschein im September 2015, d.h. 19 Monate später, also mehr als eineinhalb Jahre danach. Mit dieser Falschangabe soll wohl wiederum versucht werden, einen Zusammenhang herzustellen, wo keiner ist.

Die Darstellung des Familienstreites bei Bornschein ist ebenfalls – wie schon nicht mehr anders zu erwarten – irreführend. Die Tochter Cornelia klagte nicht, wie im Artikel behauptet wird, ihr Erbe vorzeitig ein, sondern sie klagte gegen den Vertragsbruch der Familien-KG, an dem sie damals Teilhaberin war. Die ihr zustehenden Ausschüttungen waren unterschlagen worden, da sie sich nicht den sittenwidrigen Forderungen ihrer Eltern, u.a. sich von Klaus O. scheiden zu lassen, fügte. Im Februar 2015 kam es zu einem umfassenden Vergleich, wo sie – ganz im Gegenteil zu der falschen Angabe im Artikel – auf ihr Erbe verzichtete und unter Drängen der Familie u.a. den KG-Anteil zurückgab. Die vertragsmäßig festgelegte Abfindung entsprach weniger als 50 % ihres KG-Anteils und wird über 10 Jahre verteilt an Cornelia ausgezahlt. Dass es sich bei den Auszahlungen um hohe Summen handelt, wie die Autoren schreiben, ist zwar richtig, sie lassen jedoch wieder geflissentlich einen wesentlichen Teil der Tatsachen weg: diese Summen sind nämlich im Vergleich zu dem Millionenvermögen der Bornscheins geringfügig. Damit entsteht der falsche Eindruck, Cornelia hätte sich hier zum Schaden des Restes der Familie bedient. Und zwar zu welchem Zweck? Mit der noch hinzugefügten Angabe, die Anwälte ihrer Geschwister gingen davon aus, dass sie damit die Grill-Gruppe finanziere (hierbei handelt es sich schlichtweg um eine Unterstellung), wird dies alles ebenfalls in den postulierten Sektenzusammenhang gebracht. Eine nicht von der Hand zu weisende Tatsache ist jedoch, dass es die Geschwister waren, die nach dem Tod der Eltern das riesige Millionenerbe erhielten und den Erbanteil von Cornelia zusätzlich noch dazu.

Eine ordentliche Recherche der beiden Journalisten hätte zu Tage gebracht, dass Heinz Grill jedenfalls kein „Guru“ ist und dass die strafbaren Handlungen bei Christine Bornschein liegen, die sich selbst als große spirituelle Meisterin sah und ihre Yoga-Schüler zu Verehrung anhielt. Es geht sowohl aus der Internetseite www.heinz-grill.de, wie aus verschiedenen Interviews und auch aus seinen Büchern hervor, dass Heinz Grill Verehrungsgefühle ihm gegenüber als äußerst unangemessen sieht und dass er jegliche Gruppenbildung ablehnt und als kontraindiziert für die Entwicklung von Spiritualität einstuft. Weiterhin verspricht er nicht Erleuchtung, wie fälschlich im Artikel behauptet wird, sondern betont, wie wesentlich eine eigenständige Auseinandersetzung und Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen auf dem Gebiet der Spiritualität ist. Es wird auch deutlich, dass er keine Yogaschule betreibt, sondern als Referent, Vortragender und Buchautor tätig ist, d.h. als Einzelperson. Wenn man das aber zur Kenntnis nehmen würde, könnte man natürlich das konstruierte Sektenbild bezüglich Heinz Grill und den ehemaligen Patienten und Yogaschülern von Bornschein nicht mehr aufrecht erhalten.

Zielobjekt eines solchen Rufmordes, wie er hier geschieht, kann jeder werden. Damit so etwas nicht möglich ist, befürworte ich einen Journalismus mit guter Qualität. Ich finde es ziemlich schockierend, dass die Süddeutsche Zeitung solch einen regelrechten Hetzartikel abdruckt. Sie stellt sich damit meiner Einschätzung nach auf ein journalistisches Niveau, das noch unterhalb dem der Bild-Zeitung liegt.

Kommentare siehe rechts unten.

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Gedicht: Gerechtigkeit

Folgendes Gedicht, das ich gerne an dieser Stelle veröffentliche, wurde mir von W.W. zugesendet:

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Sektenverfolgung mit Todesfolge: Abschiedsbrief von Klaus O.

Die skandalöse und erschütternde Diskriminierungs- und Verfolgungskampagne, die seit einigen Jahren durch Mitglieder der Münchner Familie Bornschein im Zusammenwirken mit dem Kriminalhauptkommissar Harry B., mit Justiz und Kirche betrieben wird, hat im Dezember 2018 zum Tod von Klaus O. geführt. Eine ausführliche Beschreibung zu den Hintergründen finden Sie hier.

Klaus O. hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, aus dem sehr deutlich hervorgeht, weshalb ihm keine andere Möglichkeit blieb, als in den Tod zu gehen. Ich möchte ihn hier in Erweiterung zu dem Interview mit seiner Frau Cornelia mit einigen Zitaten selbst zu Wort kommen lassen.

Er schreibt: „Ich fühle mich zutiefst mißbraucht. V.xx, B.xx und U.xx wissen, dass ich kein Mörder bin. Trotzdem setzen sie alles daran, mich für 40 Jahre hinter Gitter zu bringen. Mit allen Mitteln versuchen sie, die pervertierten Familienverhältnisse und den perfiden Suizidplan ihrer Eltern zu vertuschen. Und ich muss meinen Kopf dafür hinhalten.

Sie haben mich dafür als Gewalttäter verleumdet. Sie haben mich auf brutale Weise als Sekte verleumdet. Das Gleiche haben sie mit allen Entlastungszeugen gemacht. Sie haben Zeugen bedroht und versucht, Dritten wider besseren Wissens eine Beteiligung am Tode ihrer Eltern anzuhängen. Das ganze Verfahren wird dazu mißbraucht, um Dritte zu verfolgen. Auch Harry B.xxx nutzt es, um im Sinne kirchlicher Interessen Andersdenkende zu verfolgen. Auch dafür werde ich mißbraucht, indem man mich mit entwürdigenden und entstellenden Lügen als Sekte stigmatisiert.

Ich bin ein friedliebender und gewaltfreier Mensch. Ich bin zu solch einer Gewalttat nicht fähig. Ich bin auch ein unabhängiger, rationaler und sozial integrativer Mensch. Mein ganzes Verhalten ist das Gegenteil von jedem Sektierertum. Trotzdem werde ich zu einem vollendet unmündigen Menschen abgestempelt und erniedrigt. Jeder, der mich kennt, weiß, daß das nicht stimmt. Auch V.xx, B.xx und U.xx.“

Ich selbst habe Klaus als feinsinnigen, rational denkenden und verbindend wirkenden Menschen erlebt. Er war weder unmündig noch sektiererisch. Ganz im Gegensatz zu seiner Schwiegermutter Christine Bornschein. Sie gab sich in der von ihr geleiteten Yogalehrerausbildung als der erleuchtete und allwissende Guru und wir wurden auf die Rolle von unmündigen, unwissenden Schülern verwiesen und hatten sie zu verehren. Sie forderte eine nicht zu hinterfragende Autorität ein und bei der leisesten Kritik reagierte sie höchst aggressiv mit Beleidigungen, Verleumdungen und Schweigepflichtverletzungen. Mit der Sektenverleumdung projizierte Christine Bornschein ihre eigenen Sektenstrukturen auf diejenigen, die ihrem System gerade nicht folgen wollten und sich gegen die von ihr verursachten Schädigungen wehrten.

Weiter schreibt er: „Wenn ich den moralisch korrumpierenden Einfluß zur Kenntnis nehme, den sie zusammen mit ihrem Kompagnon B.xxx mit der Sektenlüge auf die deutschen und französischen Justizbehörden ausüben konnten, und die diskriminierende Verletzung meiner Verteidigungsrechte, die daraus bis heute resultiert, habe ich keine Hoffnung auf ein gerechtes Urteil.

Ich kann dieses Unrecht, was mir angetan wird, nicht länger ertragen. Und ich will es auch nicht länger akzeptieren. Ich befinde mich in einer zutiefst unwürdigen Situation.

Ich wünsche mir, dass dieses Unrecht restlos aufgeklärt wird und dass ich als der Mensch, der ich bin, rehabilitiert werde.“

Ich weiß noch sehr gut, dass Christine Bornschein in der Yogalehrerausbildung die Philosophie vertrat, dass es gut ist, Selbstmord zu begehen, wenn es im Leben nicht mehr weiter geht. Auch in ihrer ärztlichen Tätigkeit setzte sie diesen von ihr propagierten Weg mit ihren Patienten praktisch um, wie an verschiedenen Fällen deutlich ersichtlich wird.

Christine Bornschein forderte zum Beispiel Tim Lammers-Koll auf, sich das Leben zu nehmen, als er aufgrund der von ihr initiierten Intrigen und heimlichen ärztlichen Behandlungen mit heimlichen Zyprexagaben schwerst erkrankt war und psychisch am Zusammenbruch war. Eine genaue Beschreibung ist zu finden auf: http://www.bornschein-skandal.com/?p=115

Monica Burri, sie war ebenfalls eine Schülerin von Christine Bornschein und arbeitete mit ihr zusammen, schied auf tragische Weise mittels Suizid aus dem Leben. Ihr Ehemann berichtete, dass sie kurz vorher noch ein Treffen mit Christine Bornschein hatte und davon völlig verändert zurückkam.

Ihre psychiatrische Patientin Erika B. nahm sich das Leben. Recherchen von Klaus O. ergaben, dass sie von Christine Bornschein durch deren grob fahrlässige und fehlerhafte ärztliche Behandlung in den Suizid getrieben worden war, nachdem sie von ihrer Ärztin mit dem Argument, er würde an ihr Geld wollen, gegen ihren Ex-Mann zu Gerichtsprozessen aufgehetzt worden war, weswegen sie zuvor schon unter Betreuung und stationär psychiatrischer Behandlung gestanden hatte. Erika B. setzte ihre Ärztin sogar als Erbin in ihr Testament ein, für die von Christine Bornschein schon lange geplante Stiftung für geschädigte Frauen, in die ihre ganze Hinterlassenschaft hineinfließen sollte. Christine Bornschein hatte ihre Patientin Erika B. für dieses Projekt als Mitarbeiterin und Geldgeberin vorgesehen. Der ausführliche Bericht von Klaus O. ist hier zu finden: http://web.archive.org/web/20140317093302/http://www.bornschein-skandal.com/?p=734 (Die Aufklärungsarbeit von Klaus O. bezüglich dieser Geschehnisse stieß bei seinen Schwiegereltern auf keine große Gegenliebe.)

Nimmt man all diese Tatsachen und die Tatsachen in dem Abschiedsbrief von Klaus O. zusammen zur Kenntnis, so erscheint für mich die Hypothese sehr plausibel – und der Abschiedsbrief, den Christine Bornschein wenige Tage vor ihrem eigenen Tod schrieb, erhärtet diesen Verdacht: nämlich dass es höchstwahrscheinlich ist, dass Christine und Willi Bornschein zusammen Suizid begangen haben.


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Mensch und Individualität

Jeder Mensch ist eine individuelle Persönlichkeit, eine Individualität (lat.: Ungeteiltheit). Jeder bringt individuelle Eigenschaften und Fähigkeiten in das Leben mit. Es gibt keine zwei gleichen Menschen, selbst Zwillinge mit noch so gleichem physischen Äußeren sind in ihrem individuellen Wesen unterschiedlich.

Jeder Mensch trägt mit seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen zu einem Gesamten in der Welt bei. Es kann kein Mensch einen anderen direkt ersetzen. Zwei Menschen können die gleiche Handlung tätigen und doch ist sie durch die jeweilige Individualität unterschiedlich geprägt. Der eine handelt vielleicht aus einem tiefen Mitgefühl, der andere setzt die gleiche Handlung mit einem besonders kämpferischen Geist um, usw.

Wir leben heute in einer Zeit, in der der Wert des einzelnen Menschen verloren zu gehen droht. Mit der weit vorangeschrittenen Mechanisierung und Technisierung sind wir es gewöhnt, dass man eine Maschine mit einer anderen ersetzen kann. Dies wird zunehmend auf den Menschen übertragen. Der Mensch wird zur austauschbaren Massenware.

Ein Sinn für die Tatsache, dass jeder Mensch einen individuellen und einzigartigen Wert hat, drückt sich auch in der Aussage „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Art. 1 Abs. 1 GG) aus. Dieser Sinn wird heute kaum mehr entwickelt.

Die Grundrechte geben eine entscheidende Basis, damit die Individualität des Menschen im Leben wirksam werden kann. Der Staat ist verpflichtet, die Würde des Menschen zu schützen und er ist in Gesetzgebung, in vollziehender Gewalt, wie auch in der Rechtsprechung an die Grundrechte gebunden.

Der Mensch kommt jedoch nicht schon als ein fertiges Wesen auf die Welt, sondern er entwickelt seine Individualität im Laufe seines Lebens durch verschiedenste Erfahrungen und Lernschritte. Kann der Einzelne seine Fähigkeiten und Möglichkeiten voll zur Entfaltung bringen, so ist dies nicht nur ein Gewinn für ihn selbst, sondern immer auch für die Gesamtheit der Menschen. Jeder einzelne Mensch ist von Bedeutung.

Mit den Grundrechten werden wesentliche Grundbedingungen in einer Gesellschaft geschaffen, die den Einzelnen in der Entwicklung seiner Individualität fördern. Die freie Entfaltung der Persönlichkeit, das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und die Freiheit der Person (Art. 2 GG) sind hier zu nennen. Die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz und das Diskriminierungsverbot wegen Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, religiöser und politischer Anschauungen, Behinderung (Art. 3 GG) sind weitere Grundrechte. Für die Individualität ebenfalls sehr entscheidende Grundrechte sind die Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses, sowie die ungestörte Religionsausübung (Art. 4 GG). In Deutschland werden diese und weitere Grundrechte im Grundgesetz garantiert.

Werden Grundrechte in einer Gesellschaft nicht gewährleistet bzw. verletzt, so besteht eine große Gefahr des Unrechts bis hin zur völligen Entrechtung und auch die Individualität des Menschen ist damit unmittelbar bedroht.

Ziel dieser Seiten ist es, ein Bewusstsein für die Bedeutung der Individualität des Menschen zu schaffen und für das Verhältnis zwischen dem einzelnen Menschen zur Gesellschaft und zum Staat, welche Rolle die Grundrechte hierbei einnehmen und welche teils gravierenden Auswirkungen auf verschiedenen Ebenen entstehen, wenn diese missachtet werden.

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